Datum: 27. September 2025 um 7:06 Uhr
Alarmierungsart: Vollalarm + Sirene
Dauer: 4 Stunden
Einsatzart: FEU > FEU G
Einsatzort: Berkenthin, Turnierweg
Einsatzleiter: Sascha Papalia (WF)
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20, LF 16/12
Einsatzbericht:
Wir wurden um 07:06 Uhr zu einem brennenden Anbau im Turnierweg alarmiert. Der Einsatzort konnte aufgrund der massiven Rauchentwicklung auf Sicht angefahren werden. Somit konnte der Leitstellt bereits auf Anfahrt das Feuer
bestätigt werden.
Bei der ersten Lageerkundung nach Eintreffen des ELW1 konnte festgestellt werden, dass sich die FF Göldenitz bereits vor Ort befand. Diese baute bereits einen Löschangriff zum brennenden Doppelcarport auf. Ebenfalls
rüsteten sich zwei Atemschutztrupps der FF Göldenitz aus und übernahmen eine Riegelstellung zum Nachbargebäude sowie erste Löschversuche.
Das im Doppelcarport befindliche Fahrzeug sowie ein Motoroller konnten aufgrund der raschen Ausbreitung des Feuers nicht gerettet werden.
Vorrangig galt es, die umliegenden Gebäude und Schuppen zu schützen und eine Brandausbreitung dahingehend
zu unterbinden.
Nachdem auch das LF16/12 sowie das HLF20 der FF Berkenthin eingetroffen waren, wurde ein weiterer Löschangriff über das Grundstück aufgebaut, um eine weitere Riegelstellung in Betrieb zu nehmen und weitere Löschversuche zu unternehmen. Das HLF20 übernahm die Einspeisung sowie den Aufbau einer ständigen
Wasserversorgung zum LF16/12.
Seitens der Einsatzleitung wurde kurz nach dem Eintreffen eine Stichworterhöhung vorgenommen, da sich zu diesem Zeitpunkt noch keine ausreichenden Menge an Reservereinsatzkräfte (vorrangig Atemschutzgeräteträger) vor Ort
befanden. Ebenso sollte dadurch ein Hubrettungsfahrzeug mit alarmiert werden, damit ggf. ein Löschangriff/ eine Riegelstellung über dieses vorgenommen werden könnte.
Durch die Alarmierung wurden die Feuerwehren, Niendorf bei Berkenthin, Kastorf und Rondeshagen hinzugezogen. Diese sollten vorrangig Atemschutzgeräteträger stellen und sich um eine weitere Wasserversorgung aus Richtung Bundesstraße kümmern.
Aufgrund der raschen Brandausbreitung konnte ein Übergreifen des Brandes auf ein ca. 3-4 Meter vom Doppelcarport entfernt stehendes Wohnmobil nicht unterbunden werden. Dieses ist ebenfalls Opfer der Flammen geworden. Die Löschmaßnahmen am Wohnmobil zogen sich etwas, da aus diesem durch den Brand Betriebsstoffe
ausliefen und das Feuer immer wieder entfacht haben. Um ein weiteres Aufflammen zu unterbinden musste hier mittels Schaum gelöscht werden.
Im Einsatzverlauf kam es zu mehreren kleinen Explosionen bzw. Verpuffungen. Diese resultierten teils von Sprüh-/Lackdosen und anderen in Fahrzeugen verbauten Elementen. Ebenso konnten insgesamt 5 Gasflaschen aus dem Feuer geborgen werden. Diese wurden zum Abkühlen in einen saisonalen Swimmingpool gelegt.
Gegen 08:00 Uhr wurde die FF Sierksrade mit Atemschutzgeräteträgern nachalarmiert. Diese mussten jedoch nicht mehr eingesetzt werden.
Gegen 08:30 Uhr konnte an die Leitstelle „Feuer unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten“ gemeldet werden.
Aufgrund der ausgetretenen Betriebsstoffe und abgebundenen Betriebsstoffe wurde ein Mitarbeiter des örtlichen Klärwerks an die Einsatzstelle alarmiert, da eine Kontamination der Oberflächenentwässerung nicht gänzlich ausgeschlossen werden
konnte.
Aufgrund von Nachlöscharbeiten wurden die hinzugezogenen Einheiten ab 08:50 Uhr sukzessive aus dem Einsatz
entlassen.
Gegen 10:10 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet und der Einsatz vor Ort beendet werden.